Die Sporthalle Meidoornweg im Norden Amsterdams zeigt, wie sich ein Holzdach für eine Sporthalle mit großer Spannweite, geringer Bauhöhe und zusätzlicher Tragfähigkeit für eine PV-Anlage realisieren lässt. Als flaches Sekundärtragwerk ergänzen KIELSTEG Elemente die Primärträger aus Brettschichtholz und schaffen eine wirtschaftliche Dachlösung für einen nachhaltigen Sporthallenbau.
Mit einer bebauten Gesamtfläche von 2.700 m² und einem Spielfeld von 1.630 m² bietet das Bauwerk am Meidoornweg künftig ausreichend Fläche für die sportliche Nutzung, insbesondere durch die Kinder und Jugendlichen zweier angrenzender Schulen. Darüber hinaus steht die neue Sporthalle in den Abend- und Wochenendstunden der Nutzung durch Sportvereine offen.
KIELSTEG als flaches Sekundärtragwerk
Vier Paare BSH-Träger überspannen die Gebäudebreite von 34 m als Primärträgerachsen. Diese Konstruktion schafft die Möglichkeit, das Sportfeld in drei separate Sektionen zu teilen. Das Sekundärtragwerk mit jeweils 16,35 m Spannweite bilden die KIELSTEG Bauelemente als geschlossenen Fläche über den drei Sektionen. Im Einsatz als Sekundärtragwerk sorgt es für die nötige Spannweite bei einer niedrigen Bauhöhe von nur 48,5 cm und geringem Eigengewicht. Das Holzdach dient als Plattform für eine PV-Anlage und zeigt sich flexibel mit Blick auf die Anbringung notwendiger Sportgeräte.
Das Bauwerk gliedert sich in den hoch aufragenden zentralen Quader als Hülle für das Sportfeld, welcher von einem flachen Baukörper dreiseitig umgeben ist. Der eingeschoßige Bau legt u. a. die Nassräume und Umkleidemöglichkeiten nahe an die zentrale Sportfläche.
Die spätere Begrünung der hochaufragenden Fassade der Sporthalle sorgt an Hitzetagen für Kühlung durch Verdunstung. Darüber hinaus dient sie Insekten und Vögel als natürliches Habitat. Der grüne Kubus schafft im Laufe der Jahre ein Ökosystem, das sich mit dem umliegenden Park verbindet.
Beispielgebende Architektur
Das Architekturbüro RU+PA aus Amsterdam schafft mit dem Bauwerk eine beispielgebende Architektur im Hinblick auf Synergieeffekte, die rücksichtsvoll über die eigentliche Gebäudenutzung hinausragen. Die Projektentwicklung, Planung und das Engineering erfolgt bei KORLAM, dem KIELSTEG Kooperationspartner für die Beneluxländer.
(Bilder und Videos: KORLAM Laminated Wood Structure, Moorslede/Belgien)
